Surfin‘ USA

Was macht man in Kalifornien? Surfen!

Wir finden statt dem Bär auf der Flagge des Staates Kalifornien, sollte ein Surfbrett auf der Flagge sein, dass würde besser passen. Unbedingt wollten wir während unseres Aufenthaltes hier auch mal aufs Brett steigen und 3 Meter Wellen bezwingen. Das man sogar zusammen mit Delphinen surfen kann, war uns da noch nicht klar…

Nachdem wir uns LA bzw. Hollywood zu genüge zu Gemüte geführt haben, wollen wir einfach mal ein bisschen den Strand geniessen und Urlaub machen. Zwischen Los Angeles und San Diego – wo uns der Weg auch noch hinführen soll – liegt das kleine Städchen „Oceanside“, was eigentlich auch irgendwie offiziell zu San Diego gehört, aber etwas weiter weg liegt.

Oceanside ist einer der bekanntesten und beliebtesten Surfspots der Küste Kaliforniens und man trifft hier wohl auch schonmal einige professionelle Surfer. Auch große Surfturniere finden hier zwischendurch statt. Das Internet sagt uns, dass man an diesem Strand aber auch sehr gut surfen lernen kann. Noch in Hollywood buchen wir morgens telefonisch einen Surfkurs und machen uns dann auf den Weg nach Oceanside.

Wir haben einen guten Surflehrer, der kein Fan von Theorie ist. Zuhause haben wir uns schon ein paar Lernvideos auf YouTube angesehen, aber die sollen wir laut ihm erstmal ignorieren. „Für vieles gibt es keinen richtigen Weg, jeder findet auf der Welle den eigenen, mit dem er gut surfen kann.“ – Klingt so wie man es sich vorstellt, Surfen ist ein Gefühl – eine Lebenseinstellung. Man muss die Welle einfach spüren 🙂 Spaß, aber ein bisschen so ist das wohl doch…

Nach kurzen Instruktionen an Land gehts dann auch schon ins Wasser und die Surfbedingungen sind hier wirklich ideal. Zuverlässig wie die Bahn, kann man mindestens jede zweite Welle optimal nutzen. Und dann kommt der Moment. Man steht in Sekundenschnelle auf der Welle auf, wackelt, bleibt aber doch stehen, bekommt einen unglaublichen Speed und rast auf den Strand zu… Unglaublich! Der Hunger ist geweckt. Dieses Gefühl kann zur Sucht werden!

Es ist jedoch auch mit sehr viel Lernen verbunden, um mehr als einmal in 30 Minuten erfolgreich auf dem Board zu bleiben. Der Begriff „Nosedive“ wird unser neuer Freund und der gute Profi an unserer Seite meint, dass meine (Daniels) Unfälle immer besonders spektakulär aussehen würden. Vielleicht liegts daran, dass ich früher immer Torwart war und die Paraden schon geübt habe…. Es macht auf jeden Fall unglaublich viel Spaß und wir wollen mehr davon. Wir beschließen am nächsten Tag in San Diego nochmal einen Surftag einzulegen.

Das war Oceanside (vor lauter Action keine wirklichen Bilder von uns gemacht):

 

Am nächsten Tag machen wir uns dann schon früh auf den Weg nach San Diego zum Mission Beach und finden einen guten und günstigen Verleih für die großen und geliebten Bretter. Übrigens wird hier auch nur in Neopren-Anzügen gesurft, kein Mensch geht ohne ins Wasser – auch nicht zum schwimmen. Das Wasser ist an der gesamten Küste eiskalt.

Kaum am Strand angekommen, entdecken wir Bewegung im Wasser. Delphine!!! Delphine!!!
Tatsächlich, direkt am Strand – zumindest extrem nah – tummeln sich Delphine. Brett in die Hand und rein ins Wasser, da müssen wir hin. Leider erwischen wir die Ladung Delphine nicht mehr, bleiben aber in der nächsten Stunde immer wieder im Wasser, um eventuell welche zu erwischen.
Dann sind sie auch wieder da. Ich (Daniel) sehe völlig geschockt ein paar Meter vor mir 3 oder 4 Delphine spielen. Ja sie spielen wirklich und schubsen sich immer gegenseitig 🙂 Ja, was man sich zuerst wünscht, wird dann zum Schock. Mir schlottern die Knie, denn so nah hatte ich mir das jetzt auch nicht vorgestellt. Heisst es nicht auch, dass „da wo Delphine sind auch Haie immer in der Nähe sind“? Nein, das Zitat entstammt meiner plötzlichen Panik. Diese steigert sich ins Unermessliche, als ein Delphin direkt auf mich zu schwimmt und nur ca. 1 Meter vor mir dann abtaucht und direkt unter meinem Board durchtaucht. „Ich bin kein Spielgefährte von dir!!!!!“ – ist das Einzige was mir tausendmal durch den Kopf geht. In der Wildnis wirkt das dann halt doch nochmal ganz anders, als im Zoo oder im Delphinarium…

Leider ist das Surfen ansonsten an diesem Tag nicht soo erfolgreich, denn die Bedingungen sind hier nicht so bzw. zu gut für uns, denn die doch sehr großen Wellen verführen uns zu noch mehr Kunststücken, die teilweise schon gefährlich werden und nach ein paar Stunden lassen wir das dann hier doch lieber…

Habe ich es schon erwähnt? Die beste Ehefrau von allen hat an diesem Tag Geburtstag und deswegen lassen wir es uns dann am Abend so richtig gut gehen und feiern im gemütlichen „Gaslamp Quarter“ von San Diego abends beim Italiener meiner Besten Ehrentag!

 

2 Gedanken zu „Surfin‘ USA“

  1. Tolle Bilder 🙂 Ihr seht richtig urlaubsmässig aus!
    Ach ja… falls ihr Switchfoot begegnet, es warten ein paar kleine Fans hier in Deutschland auf sie 😉

    Viel Spaß weiterhin!

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